01. Im Regen auf der Rossfeldhöhenringstraße


Direkt neben der Rezeption gab es keine 100 m von unserem Stellplatz eine Sitzgelegenheit. Dort wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt.

Beim Frühstück

Danach wurden die Rucksäcke gepackt um für die erste Tour gerüstet zu sein.

Regenkleidung, Digitalkamera, Bananen, halt alles was Radler so brauchen

Unsere erste Tour sollte uns am Nachmittag über die Rossfeldhöhenringstraße führen. Zunächst radelten wir  zum Königsee und schwenkten dann nach Nordwesten um in einem Bogen nach Berchtesgaden zu gelangen. Wir hatten den Königsee kaum verlassen, da hatte Markus am Rad seinen ersten Plattfuß. Wenn das so weiter ging!

In Ruhe liegt der See

Am Königsee

Der erste Plattfuß

In Berchtesgaden quatschten wir ein wenig mit Passanten und machten unsere erste Gruppenaufnahme.

Die vollständige Radeltruppe in Berchtesgaden

Danach rollten wir auf relativ flachem Terrain fast bis an die Stadtgrenze von Salzburg. Eine ideale Strecke um sich so richtig warm zu fahren.

Unterwegs kurz vor Salzburg

Im südlich von Salzburg gelegenen Ort Hallein kamen wir auf einem kleinen Nebenweg das erste Mal so richtig ins Schwitzen. Eine Steigung die kaum befahrbar war mußten wir hinauf um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Kurz zuvor hatten wir einen Straßenabzweig verpaßt. Drei Kilometer weiter im kleinen Ort Bad Dürnberg zeigte sich der Unterschied zwischen einer Planung am PC und der Realität. Bei der Planung zu Hause hatte ich eine Straße durch den Ort gewählt, von der ich annahm, sie würde befahrbar sein. Keine Chance auch nur mehr als 100 m zu radeln. An den Treppenstufen neben der Fahrbahn kann man ungefähr erkennen, wie steil es dort hinauf ging.

Radtour oder Wandertour

Robert und Markus haben es auch gleich geschafft

Die Einrollstrecke im Flachen war damit beendet. In Richtung Rossfeldhöhenringstraße zog sich die Gruppe mächtig auseinander, jeder fuhr sein Tempo nach oben. Dort konnte man sich voll und ganz auf das Pedalieren konzentrieren. Bei leichtem Nebel und Nieselregen waren wir anscheinend alleine unterwegs. Autos sahen wir so gut wie keine. Nur dieser verflixte Tretwiderstand und kein Ende in Sicht, leider auch keine Sicht in die Berge. Irgendwann waren wir oben und die Wolken rissen ein wenig auf. Wir sammelten uns und sausten ins Tal. In einem Cafe in Obersalzberg wärmten wir uns ein wenig auf und aßen eine Suppe. Unsere Körper benötigten dringend etwas Warmes.

Dort war es wenigstens warm

Nach der Pause war die Sicht zwar etwas besser, es regnete aber in Strömen. Bergab zu fahren war unter diesen Umständen nicht das reinste Vergnügen. Es war kalt und naß, die über mehrere Kilometer bis zu 24% steile Abfahrt mußte langsam angegangen werden. Eine angemessene Bremswirkung war nur mit eisernem Griff zu erreichen. Unten angekommen wurde bilanziert. Robert hatte sich die hinteren Bremsklötze komplett weg radiert, Michael hatte eine Speiche am Vorderrad geschafft. Egal, alle waren ohne Sturz gesund unten angekommen und das war die Hauptsache.

Den Abend verbrachten wir im direkt gegenüber dem Campingplatz befindlichen Restaurant.

Anmerkung: Von der Rossfeldhöhenringstraße haben wir leider kein Foto. Die Kameras blieben bei dem Regen dort, wo sie am sichersten aufgehoben waren, im Rucksack.