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Die Tour ein Jahr zuvor um Andermatt hatte mir so gut gefallen, das es im Jahr 2000 noch einmal in die Schweiz gehen sollte. Zeit stand für ca. 1 Woche zur Verfügung. Interesse mitzufahren bekundete mein alter Radelkumpel Burkhardt, der schon 1998 mit nach Nizza gefahren war. Auf seine Bitte hin, die Tour so zu legen, dass wir nach den Radfahrtagen nach Interlaken fahren würden, ging ich gerne ein. Als erfahrener Marathonläufer beabsichtigte er dort am Jungfraumarathon (42 km, 1800 Höhenmeter) teilzunehmen.
Das Programm das wir uns vorgenommen hatten, war also schon gewaltig. Der Rundkurs durch die Schweiz den wir geplant hatten, war ca. 470 km lang und umfasste ca. 11800 Höhenmeter. Die Tour sollte in Davos am Campingplatz beginnen und verbunden mit einer relativ kurzen Bahnfahrt auch dort enden. Für Burkhardt hatten wir den Transfertag von Davos nach Lauterbrunnen als Pausentag einkalkuliert. Damit es mir am Lauftag in Lauterbrunnen nicht langweilig würde, hatte ich mir fest vorgenommen zum Ziel des Jungfraumarathon der Kleinen Scheidegg in über 2000 m Höhe mit dem Rad hinaufzufahren.
Am Freitag den 25.08.2000 machten wir uns sehr früh mit dem Pkw auf den Weg in Richtung Davos. Die knapp 800 km von Dorsten aus waren problemlos zu fahren. Um die Mittagszeit erreichten wir den Campingplatz.
Am Campingplatz in Davos
Am Nachmittag war damit noch genügend Zeit sich schon einmal ein wenig warm zu fahren. Dazu bot sich förmlich ein kleiner Abstecher nach Klosters über den Wolfgangpass an. Nach dem wir das Zelt aufgebaut hatten, fuhren wir in lockerem Tritt am Davossee vorbei den nicht sehr steilen Pass hinauf.
Am Davossee
Während der Fahrt stellte ich mir die Frage ab wann ein „Hügel“ einen Pass darstellt. Die Fahrt über den Pass nach Klosters und zurück bestand mal gerade aus einer Höhenmeterdifferenz von insgesamt kapp 500 m. Und dennoch gab es oben das Passschild.
Am Wolfgangpass
Also wenn es danach ginge, müssten in dem meiner Heimat nahen Sauerland ja noch eine Menge Passschilder aufgestellt werden. In Klosters bummelten wir ein wenig durch den Ort, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Den späten Nachmittag verbrachten wir vor Jochen Hotzes (Der Platzbesitzer heißt so!) Trainsaloon.
Vor dem Trainsaloon
Es handelt sich dabei um eine Bar, die sich direkt vorne an der Rezeption befindet und vom Platzbesitzer und seiner Frau bewirtschaftet wird. In der Bar fährt eine kleine Eisenbahn an den Tischen vorbei in einem Kreis zur Theke zurück. Der Wirt hat dadurch die Möglichkeit die Biergläser auf die hinter der Lok hängenden Wagen zu stellen und so seine Kundschaft zu bedienen.
Train im Saloon
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