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Morgens beim Frühstück fühlten wir uns alle wieder super erholt.
Beim Frühstück in Prutz
Kleine Wunden waren am Abend zuvor mit Bepanthen (Heilsalbe) versorgt worden. Die gut 1700 Hm des Vortages hatten keine wesentlichen Spuren hinterlassen. Hans Hofmann hatte sich schon am Abend zuvor von uns verabschiedet um nach gut zwei Wochen und 1500 Alpenkilometern endlich seine Familie wieder zu sehen.
Auf der Brücke über den Inn befanden sich alle in super Laune und waren gespannt auf den zu erwartenden Anstieg im Kaunertal.
Brücke über den Inn
Inn
Hinter Prutz dann die ersten Entfernungsangaben zum Weißseegletscher. Eine lange Strecke stand uns bevor um die 2800 m–Marke der Kaunertaler-Gletscherstr. zu knacken.
Erste Hinweistafel
Bis zu 14 % Steigung erwarteten uns.
Rückblick! Die Strecke durften wir auf der späteren Abfahrt auch hinabfahren.
Auf dem ersten langgezogenen Straßenstück standen wir bereits nach wenigen Kilometern vor einem langen Tunnel. Rechts vorbei führte ein kleiner Nebenweg, der zwar nicht asphaltiert war, möglicherweise aber am Ende des Tunnels wieder zur eigentlichen Straße führte. Wir gingen das kleine Risiko wieder zurückfahren zu müssen einfach ein und hatten Glück. Der holprige Weg führte zur Straße zurück.
Auf dem kleinen Nebenweg
Kurze Pause
Kurze Pause
Etwas später erreichten wir den für das Kaunertal schon groß zu nennenden Ort Feichten. Im Ort gibt es ein Lebensmittelgeschäft, in dem wir uns für die weitere Fahrt mit Proviant eindeckten.
Die Mautstelle der Kaunertaler Gletscherstr. befindet sich nur wenige Kilometer hinter dem Ort Feichten. Fahrräder können die Mautstelle aber kostenlos passieren. Eine Grafik vom Kaunertal gibt dort einen tollen Überblick über die Region.
Wir rollen auf die Mautstation zu!
Tolle Übersicht
Nach weiteren 4 km bekamen wir den ersten Blick auf die Staumauer des Gepatschstausees.
Schon wieder eine Pause ?
Staumauer oder Geröllhalde?
Links von der Staumauer führt die Straße in vier kleinen Kehren bis auf Staumauerhöhe (1790 m). Die ersten 900 Höhenmeter des Tages waren damit geschafft.
Idylle vor der Staumauer
Danjel fotografiert Robert in der letzten Kehre vor der Staumauer
Nachfolgend einige Fotos im Bereich der Staumauer.
Alle haben es bis zur Staumauer geschafft!
Blick auf den Stausee mit Überlauf
So fotografiert man sich selber
Stärkung für den weiteren noch anstrengenden Anstieg
Waren wir auf den ersten Kilometern durch ein langgestrecktes schon schönes Tal geradelt, hatten wir ab dem Stausee den Eindruck, dass der schönste Teil erst jetzt begann. Am See in leicht welligem Profil entlang zu radeln machte richtig Spaß.
Kurzer Stop auf der östlichen Seestraße
Am Ende des Sees schwenkt die Straße dann nach Süd-Westen um hinter einer 20 m-Senke plötzlich in kleinen Kehren anzusteigen. Über die kleinen Kehren erreichten wir dann die Baumgrenze.
Rückblick auf den See
Schon zu sehen, die Senke und die dahinter liegenden kleinen Kehren
Wie zu sehen, lies die Steigung auf keinen Fall nach. Jeder fuhr hier sein eigenes Tempo. Das Fahrerfeld zog sich stark auseinander. Immer wieder wurden Stops zum fotografieren eingelegt.
Es bleibt bei 12 % Steigung
Gletscherpanorama
An einem kleinen See in Höhe der Oxenalm (Mittelstation) trafen sich einige dann wieder.
Treffen am kleinen See
Treffen am kleinen See
Etwas höher dann der Rückblick auf die Mittelstation einschließlich Parkplatz und See.
Rückblick auf die zurückgelegten Kehren. Noch soeben zu erkennen, oben rechts ein kleines Stück vom Gepatschstausee
Robert hat es gleich geschafft!
Um ca. 16:30 Uhr waren wir dann alle oben. Die Gruppe stand auf einer Höhe von 2750 m am Kaunertaler Gletscher. Eine Aufnahme wurde bei der tollen Wetterlage natürlich gemacht.
Die vollständige Gruppe am Kaunertaler Gletscher
1900 Höhenmeter hatten wir alle in den Beinen. Hier bei strahlendem Sonnenschein anzukommen, hatte schon etwas Besonderes. Nicht einmal der sonst übliche Trikotwechsel war erforderlich. Der leichte Wind und die Sonne trockneten unsere Trikots innerhalb von wenigen Minuten.
Über den nachfolgenden Text auf der Hinweistafel mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden. In einem Pilotprojekt wurden hier und an drei weiteren Orten die Gletscher mit einem speziellen Vlies abgedeckt um deren weiteres Abtauen zu verhindern. Mir kam es eher vor, wie eine weitere Verrücktheit unserer heutigen Gesellschaft. Die wesentlichen Ursachen der Gletscherschmelze wurden hier überhaupt nicht diskutiert. Vielmehr legte man Wert darauf, für die folgenden Skifahrergenerationen das Skigebiet zu sichern.
Bitte genau lesen (vergrößern!)
Die Realität, mit Vlies abgedeckte Gletscher
Inzwischen war es 17:00 Uhr geworden. Einer der Gruppe erinnerte sich daran, dass das Lebensmittelgeschäft in Feichten nur bis 18:00 Uhr geöffnet hatte. In flottem Tempo ging es also die mühsam erarbeiteten Höhenmeter wieder hinab, um noch rechtzeitig vor Geschäftsschluss Feichten zu erreichen.
Ulrich und Robert auf der Westseite des Gepatschstausees
Um 17:55 Uhr erreichten wir Feichten . Unser Einkauf war also gesichert.
Den Abend verbrachten wir wie schon den Abend zuvor im Gasthof zur Post.
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