04. Mal Kilometer “spulen” oder über den Thurn- z. Griessenpass


Mit 126 km handelte es sich bei der Fahrt über den Thurn- und  Griessenpass um die längste,  zugleich aber auch schnellste Etappe unserer Alpentour 2008. Als wir unseren Zielort Bruck am späten Nachmittag erreichten, wichen mein GPS-Gerät und Roberts Tacho um ca. 0,5 km/h voneinander ab.  Bei der langen Strecke verbunden mit 1250 Höhenmetern waren wir noch mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 25 km/h unterwegs gewesen. Von Profis weit entfernt, wir waren aber sehr zufrieden und eher erstaunt über das Ergebnis.

Schon wieder beim Frühstück

Die Strecke war bei weitem nicht so spektakulär wie die vom Vortag, aber durchaus reizvoll. Kaprun ließen wir links von uns liegen und radelten schon von Beginn an mit recht hohem Tempo. Fast immer an der B168 lang, ging es bis Mittersill über 30 km nur 50 Höhenmeter bergauf. Eine Steigung, die man überhaupt nicht merkt.

Auf dem Weg nach Mittersill

Robert und Ludger, oder zwei schöne Rücken können auch entzücken

Mit Vollgas geht es weiter

In Mittersill folgten wir der Ausschilderung zum Thurnpass. Knapp 500 Höhenmeter geht es ab dort über eine Strecke von 10 km hinauf. In der zweiten langgezogenen Kehre entdeckte ich ein Hinweisschild zum Schloß Mittersill und bog auf die kleine Zufahrtsstraße ein. Bei der Planung zu Hause nicht wahrgenommen, stellte das Schloß ein kleines Highlight dar, das unsere Tour zusätzlich bereicherte.

Vor dem Schloß Mittersill

Auf dem Zufahrtsweg

Auf der Schlossmauer

Blick von der Schlossmauer

In der kleinen Kapelle

Bei den durchschnittlich 5 % Steigung waren die 10 km zügig geschafft. Auf der Passhöhe machten wir noch eine Gruppenaufnahme und rollten ein paar hundert Meter weiter.

Auf dem Thurnpass

Was macht denn der für Verrenkungen?

Mir war aus dem Internet her bekannt, das es dort oben ein großes, überwiegend aus Stahl hergestelltes Fahrrad geben mußte. Zwei Tourteilnehmer der Alpentour 2006 (Hans und Falk)  hatten sich dort im letzten Jahr gegenseitig fotografiert. Auf der linken Seite sahen wir es dann auch. Klar, das da jeder einmal drauf klettern mußte.

Erst der Georg….

…dann der Markus…

…und dann der Robert…

… und noch der Ludger…

… und der Michael

Der Spaß mußte einfach sein! Noch vor Jochberg entdeckten wir auf der rechten Seite eine Gastwirtschaft. Dort hielten wir uns eine knappe Stunde auf. Eine erste Apfelschorle und ein Süppchen hatten wir uns bereits verdient.

Kurz vor Jochberg

Auf der Strecke von dort über Kitzbühel und St. Johann in Richtung Grießenpass hat von den Tourteilnehmern leider niemand ein Foto gemacht. In Erinnerung geblieben ist mir die Tatsache, dass es kurz vor St. Johann noch eine kurze Irretation gab, weil wir fast falsch abgebogen wären. Ein Teil der Gruppe bewegte sich auf einem Nebenweg in den Ort. Ludger und ich über ein kurzes Schnellstraßenstück. Ein Problem gab es dadurch nicht. Wir hatten mehrere GPS-Geräte dabei und trafen uns kurze Zeit später in St. Johann wieder. Zwischendurch hatte ich mit Markus Funkkontakt. In recht zügigem Tempo ging es dann noch die 300 Höhenmeter zum Grießenpass hinauf. Auf der langgezogenen Abfahrt fuhren wir kaum einmal unter 40km/h.

Das einzige Foto vom Grießenpass

Robert und ich hatten an dem Nachmittag ja noch eine Aufgabe zu erfüllen. Während die anderen direkt zum Campingplatz zurückfuhren, radelten wir in Bruck zur Polizeiwache. Anhand einer Skizze, die als Anlage zum Protokoll kam, beschrieben wir den Unfallhergang vom vergangenen Tag und unterzeichneten das Protokoll. Eine Stunde dauerte die Aktion, danach radelten auch wir die letzten Meter zum Campingplatz.

Die ursprüngliche Planung sah eigentlich vor am Spätnachmittag noch zum Millstätter See zu fahren. Wir waren durch den Termin bei der Polizei aber etwas spät in der Zeit und entschlossen uns erst am nächsten Morgen zu fahren.

Den Abend verbrachten wir wieder in dem uns inzwischen vertrauten Restaurant.