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Mein erster Blick aus dem Zelt um 07:30 Uhr sah vielversprechend aus. Wem würde da nicht warm ums Herz, beim ersten Blick aus dem Zelt ein zehn Jahre altes Koga Miyata Rondonneur mit Hänger und im Hintergrund die Herdubreid zu sehen (grins!!!). Und das dann noch bei dem tollen Wetter.
Ein erster Blick aus dem Zelt
Die Herdubreid, davor die Hütte Pórsteinskáli.
Mein heutiges Tagesziel hieß Askja. Die Askja ist ein ca. 50 qkm großer Vulkankrater, der durch mehrere Vulkanausbrüche, die bereits vor 1,5 Millionen Jahren begannen, entstanden ist. Der 12 qkm große Öskjuvatn ist der Kratersee der Askja. Er besitzt eine Tiefe von über 200 m und ist damit der tiefste See Islands. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein zweiter viel kleinerer Krater namens Viti (Hölle), in den man über einen schmalen steilen Pfad hinabsteigen kann. Als Basislager für den Ausflug zur Viti bietet sich in akzeptabler Nähe (ca. 10 km) die Hüttenunterkunft Dreki mit dem zugehörigen Campingplatz an.
Bis zum Campingplatz an der Askja sind nur 34 km zu radeln. Die Piste ist stellenweise relativ grob zu befahren, dürfte aber durchaus in weniger als 4 Stunden zu schaffen sein. Das ich selber für die Tagesetappe fast 6 Stunden benötigte, lag überwiegend an den vielen Fotopausen und kleineren Abstechern zu Fuß.
Auf dem nachfolgenden Foto von der Hütte des Platzwartes (Warden) weist nur das kleine Schild unten rechts auf den Weg zur Askja hin.
Dort geht es weiter zur Askja
Die Tagesetappe führte quasi südlich im Halbkreis um die Herdubreid herum. Nach ca. 4 km kommt die Piste an zwei Stellen dem Fluss Jökulsá á Fjöllum sehr nah. Beide Gelegenheiten nutzte ich, um mir in einem kurzen Fußmarsch den Fluss näher anzusehen.
Rückblick beim Verlassen der „Oase“ Herdubreidarlindir
Vom derselben Stelle in Fahrtrichtung
Wüstenstimmung
Der Fluss Jökulsá á Fjöllum
Südlich der Herdubreid
„Island 2008“ im feinen Lavasand
Von der weiteren Strecke gibt es nicht viel zu berichten. Mit Ausnahme einer französischen Reisegruppe, die mir mit einem roten Unimog und Hänger entgegenkam, begegnete mir bis zur Askja kein einziger Mensch. Die Begegnung verlief recht herzlich. Mein Radgespann erzeugte entsprechendes Interesse und war wohl der Grund dafür, dass sie anhielten und mich fotografierten.
Ein rotes Radgespann trifft ein rotes Unimog-Gespann
Am frühen Nachmittag war ich froh, den Campingplatz an der Askja zu erreichen. Irgendwie steckte mir noch die Tour vom Vortag „in den Knochen“. Nachfolgend noch einige Eindrücke von der Strecke bis zum Campingplatz an der Askja.
Kurz vor dem Straßenabzweig zur Herdubreid
Kaum zu erkennen, der Straßenabzweig zur Herdubreid
Ein ständiges leichtes bergauf und ab
Noch 13 km bis zur Askja
Rechts von mir
Es wird Zeit etwas zu essen
Wüstenstimmung und rote Lava
Bimssteinlava
Der Campingplatz an der Askja kommt in Sichtweite
Ein nicht wirkliches Hindernis
Der Campingplatz befindet sich unmittelbar vor dem Eingang zur Drachenschlucht Drekagil. Die Natur hat dort bizarre Gebilde mit Höhlen und Überhängen geschaffen. Wasser und Wind haben riesige Lavabrocken so modelliert, dass manch einer der Gestalt eines Tieres ähneln soll. Nach der herzlichen Begrüßung durch den Platzwart baute ich mein Zelt auf und erkundete am späten Nachmittag noch ein wenig die Gegend.
Die Hütten des Campingplatzes
Am Abend
In der Drachenschlucht Drekagil
Rückblick
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