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Mit der Fahrt über das Timmelsjoch nach Meran sollte unsere Tour ihren krönenden Abschluss finden. Vor 11 Jahren auf unserer ersten Alpentour war ich diesen Riesen bereits von Süden einmal hinaufgefahren. Den Wunsch das Timmelsjoch einmal von Norden zu befahren, hatte ich schon länger. Nun sollte es etwas werden.
Auf dem Campingplatz in Sölden
Paul hatte sich vorgenommen am heutigen Tag den Ötztaler hinaufzufahren. Es wurde also die nächste Verabschiedung fällig. Die „Zehn kleinen Negerlein“ waren somit von 6 auf 5 geschrumpft. Auf den Weg zum Timmelsjoch machten sich somit noch Robert, Danjel, Ulrich, Falk und Georg.
Auf dem Weg nach Untergurgl
Schattenspiele unterwegs
Das Timmelsjoch besitzt von der Nordseite her längere Teilstücke mit 12-13 % Steigung. Nicht vergessen sollte man die Senke über ca. 100 Hm, die sich direkt hinter der Mautstation befindet.
Noch kurbelten wir uns aber in Richtung Obergurgl, wohl wissend, dass die Straße vorher in einer 180 Grad-Kehre in Richtung Hochgurgl schwenken würde. Die schnelleren Radler warteten am Straßenabzweig, so dass wir den Weg in Richtung Hochgurgl wieder gemeinsam angehen konnten.
Am Straßenabzweig in Richtung Hochgurgl
Blickrichtung Obergurgl
Können Räder auf den Anstieg warten?
Davon habe ich noch einen Aufkleber aus dem Jahr 1995
Ein schöner Rücken kann auch entzücken oder?
Wir waren kaum in Richtung Hochgurgl gestartet, dann das! Sollte das Schild auch für Radanhänger gelten (grins)?
Hänger sind nicht erlaubt!
Beim Erreichen von Hochgurgl verließen wir die eigentliche Straßenführung um durch den Ort zu radeln. Steil führte der Nebenweg in den Ort hinauf. Hochgurgl lag wie verlassen dar, kein Mensch weit und breit. Eine Möglichkeit einzukaufen gab es im Sommer leider auch nicht. Also verließen wir den gespenstischen Ort, um auf der Nordseite wieder die eigentliche Straße zum Timmelsjoch zu erreichen.
Rechts geht es nach Hochgurgl hinauf
Wir erreichen Hochgurgl
Die Mautstelle erreicht man nicht weit hinter Hochgurgl. Direkt vor der Maut befindet sich auf der rechten Straßenseite eine Imbissbude, die wir leider nicht empfehlen können. Erstens erinnerte uns die Currywurst an den jüngsten Fleischskandal in Deutschland und zweitens besitzt der Imbissbudenbesitzer die Eigenschaft Radler zu verar……! Meine Frage, wie tief es hinter der Mautstation denn hinabgeht, wurde ohne zu zögern mit 230 m beantwortet. Anschließend müssten wir noch über 600 m hinauf. Wirklich hinab muss man 110 m und 450 m hinauf.
Wir erreichen die Mautstation
Kurz davor die nicht zu empfehlende Imbissbude
Falks Essen! wirklich Hähnchenbeine? Wenn ich mir die Knochen wegdenke, wird es schwierig!
Kostenlose Durchfahrt extra für Radler
Wir passierten die Mautstelle mit unseren Rädern problemlos und sausten in die gut 100 Hm umfassende Senke hinab. Der Schwung lies sich leider im darauffolgenden Anstieg kaum wirklich nutzen, weil uns ein starker Gegenwind entgegen blies. Mit meinem Gespann schneller als 5 km/Std. zu fahren war kaum möglich.
Robert kämpft sich hoch
Ulrich und Danjel ebenfalls
Abgekämpft erreichten wird die Passhöhe
Nachfolgend noch einige Bilder, die ich oben im Bereich der Passhöhe aufgenommen habe.
Die Jungs haben wieder Hunger!
Blick auf die Passhöhe von oben
Die Nordseite, oder da unten kommen wir her
Was uns nach der „Kletter-Leistung“ zum Timmelsjoch erwartete, war schon grandios. Eine 29 km lange, landschaftlich herrliche Abfahrt bis St. Leonhard. Im Anschluss daran die Fahrt über 21 km durch das Passeiertal bis Meran.
Beginnend mit einer Fahrt durch kleine Tunnel immer am Abgrund entlang, erreichten wir ziemlich schnell den 555 m langen Tunnel, der im Jahr 1995 überhaupt keine Beleuchtung besaß.
Immer am Abgrund entlang
Hinweis auf den langen Tunnel
Aktuell war er heute am linken und rechten Rand der Fahrbahn mit Blinkleuchten versehen, so dass man auf jeden Fall eine Orientierung besaß.
Blick in den Tunnel
Und schon stehen wir auf der anderen Seite des Tunnels
1995 hatte ich auf dem Parkplatz auf der Südseite einen Autofahrer angesprochen. Er hatte sich freundlicherweise bereit erklärt mit dem PKW hinter mir herzufahren und die Straße zu beleuchten. Kurze Zeit später der Blick auf die 12%-ige Steigung, die bei der Auffahrt von der Südseite her zum Schluss so schmerzt.
Die letzten Kehren auf der Südseite
In den letzten Kehren! Oben noch zu sehen, der Tunnel mit dem Parkplatz
Ob der Spruch die Teilnehmer des Ötztalmarathons motiviert? (ÖTZIS EUER ZIEL IST NICHT MEHR WEIT)
Robert und Danjel von oben betrachtet
Ulrich rollt über eine Brücke
Robert „schießt“ aus dem Tunnel
Und da kommt noch eine Falk(e) im Geschwindigkeitsrausch!
Wir rollten schon verhältnismäßig schnell hinab und dennoch hatten wir den Eindruck, die Abfahrt würde nie enden. Von den kurzen Fotopausen mal abgesehen, dauerte die Abfahrt über eine Stunde. Unterwegs immer wieder tolle Blicke in die Berge und Fotopausen.
Wer mag da wohl wohnen?
Danjel auf den letzten Kilometern
Kurz vor St. Leonhard sammelten wir uns wieder um gemeinsam die letzten Kilometer bis Meran unter die Räder zu nehmen.
Warten auf den Rest der Gruppe
Bis auf einige wenige kleine Gegenanstiege führt die Straße durch das Passeiertal über 400 Höhenmeter hinab bis nach Meran. Eine kleine Schrecksekunde gab es auf dem Teilstück noch, als Georg von einem LKW (Betonmischer) geschnitten wurde. Er konnte glücklicherweise rechtzeitig bremsen und einen Zusammenstoß vermeiden. Mit über 40 km/Std. sausten wir nach Meran hinunter. Leichtes Mittreten reichte meistens aus, um das Tempo ziemlich hochzuhalten.
Zielstrebig fuhren wir in Meran zur Kurpromenade um uns zum Abschluss ein leckeres Eis zu gönnen. Nachfolgend noch einige Fotos, die ich auf der Kurpromenade machte.
Kurpromenade in Meran
Zur Belohnung ein Eis
Kurpromenade in Meran
Eine halbe Stunde später standen wir im Bahnhof von Meran und kauften die Fahrkarten für Rückfahrt nach Mals. Um 17:16 Uhr verlies die Vinschgaubahn den Bahnhof um in einer guten Stunde Mals zu erreichen.
Unterwegs wurde es reichlich voll in der Bahn
Den frühen Abend nutzten wir noch zum Packen für die Heimfahrt. Robert und ich hatten schließlich noch die längste Heimfahrt über 870 km vor uns und wollten tags darauf früh starten.
Eines der „Negerlein“ (Danjel) hielt es nicht mehr länger aus und fuhr direkt nach Hause. Zehn kleine Negerlein……….., Danjel fuhr direkt nach Hause und da waren es nur noch 4.
Die verbliebenen 4 gönnten sich noch ein leckeres Essen im Restaurant Malser Hof.
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