13. Von Heimaey aus zurück zum Festland und per Rad nach Reykjavik


Sehr früh wurde es an dem Morgen unruhig auf dem Platz. Viele Camper waren bereits auf den Beinen, um rechtzeitig die um 08:00 abfahrende Fähre zu erreichen. Es regnete mal nicht, deshalb frühstückte ich nur kurz, baute das Zelt ab und verstaute meine Sachen.

Reges Packen am Morgen, alle wollen zur Fähre

Bereits um 07:30 Uhr stand ich am Hafen.

Früh morgens am Hafen

Das Schiff verließ den Hafen mit 15 Minuten Verspätung. Bei drei Stunden Fahrt würde es etwa um 12:15 Uhr Porlakshöfn erreichen.

Das Schiff verlässt den Hafen

Ein letzter Blick zurück auf Heimaey

Der Himmel sieht bedrohlich aus, es regnet aber nicht

Von Porlakshöfn aus radelte ich nach Norden um über die Straßen 38, 39 und 1 nach Reykjavik zu gelangen. Die ersten Kilometer auf der 39 forderten mich mächtig, weil die Straße gleich zu Beginn über mehr als 300 Höhenmeter ansteigt.

Im letzten Jahr war ich links abgebogen, diesmal geht es geradeaus

Danach auf leicht welligem Terrain unterwegs, stand ich plötzlich vor einem Schild, dass meine Neugierde weckte.

Ein Pkw! Irgendwo musste der Fahrer sein.

Das Schild machte mich neugierig

Hellir bedeutete übersetzt Höhle und genau die wollte ich mir zumindest kurz anschauen. Wie man auf der Grafik sehen und lesen kann, war die Höhle 1350 m lang und führte unter der Straße her.

Der Höhleneingang der Raufarhólshellir

Ich kroch nur kurz hinein. Sie war nicht besonders hoch, deshalb aber nicht leicht zu erkunden. Der  weitere Weg auf der Str. 39 bis zur 1 war zügig befahrbar,

Auf der Straße 39 weiter nach Norden

Das letzte Stück bis Reykjavik auf der Straße 1 gefiel mir nicht. Es waren einfach zu viele Pkw unterwegs. An einer Tankstelle traf ich noch mehrere spanische Radler. Ich unterhielt mich eine Zeitlang mit ihnen und startete dann weiter in Richtung Ziel.

Ein Grund mit, die Straße 1 in diesem Bereich zu meiden

Da es überwiegend bergab ging, kam ich die letzten Kilometer gut voran. Im Stadtbereich von Reykjavik war die Ausschilderung zum Campingplatz von der Str. 1 kommend mehr als dürftig. Den Anfahrtsweg zum Campingplatz im GPS-Gerät als Track gespeichert zu haben, stellte sich als hervorragende Hilfe heraus. Eine Platzsuche war deshalb nicht erforderlich. Zügig durchradelte ich die Vororte und stand plötzlich vor dem mir bereits bekannten Campingplatz.

Ich war erstaunt, im letzten Jahr hatte ich meine zweite Nacht auf dem Platz verbracht und das im Juli. Damals war er fast leer gewesen, in diesem Jahr standen sehr viele kleine Zelte auf dem Rasen und in der Nähe der Rezeption hielten sich sehr viel Wanderer auf. Nun ja, mein Zelt war schnell aufgebaut.

Ganz hinten, wieder mit Tisch und Bank, steht mein Zelt

Richtig was los in der Nähe der Rezeption

Am späten Nachmittag hielt ich mich ein wenig in der warmen Rezeption auf. Dort entdeckte ich auch einen Prospekt der Firma Elding, die für ihre Whale Watching Touren warb. Die ganze Tour würde drei Stunden Zeit in Anspruch nehmen und war am darauffolgenden Tag morgens zeitlich durchaus noch möglich. Also erkundigte ich mich in der Rezeption nach der Busverbindung zum Hafen und schon stand der Plan für den morgigen Tag. Zum Alex-Campingplatz nach Keflavik konnte ich auch am Nachmittag noch radeln.