Die kurze Etappe nach Porec

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
04.09.2011 20 113 150 980 Haus Butorac

 

Die Fahrt von Rovinj über Funtana nach Porec konnte man mit einer Länge von nur 15 km kaum als richtige Radtour bezeichnen. An dem schönen Ort vorbeiradeln wollten wir aber auch nicht, deshalb verbanden wir die kurze Etappe mit einem Bade- und Ruhetag, relaxen gehörte zum Urlaub dazu. Unser Frühstück bekamen wir in dem kleinen Cafe direkt neben der Kirche, das uns am Abend zuvor schon gefallen hatte.

Von der relativ kurzen Fahrt nach Porec gibt es wenig zu berichten. Wir schauten uns kurz einen kroatischen Friedhof an, durchradelten einen kleinen Skulpturenpark und machten uns dann auf den weiteren Weg immer entlang des Meeres. Kurz vor Porec fanden wir in einem kleinen Nadelwäldchen eine schöne Badestelle mit einer (m) Bar/Restaurant. Dort verbrachten wir auf für wenige Kuna zu mietende Liegen mehrere Stunden bis zum Nachmittag.

Unsere Unterkunft in Porec war zwar etwas älter, aber durchaus interessant. Ein älteres Ehepaar und ein kleiner Hund empfingen uns herzlich und zeigten uns unser Zimmer. Bad, Möbel, einfach alles schien aus den 70er Jahren zu stammen. Wir fühlten uns etwas zurückversetzt in eine Zeit unserer Jugend, fühlten uns aber trotzdem wohl. Die alte Dame hielt alles sauber, obwohl sie nur noch beschwerlich laufen konnte. Uns gefiel es, Einfachheit hatte auch seinen Reiz.

Porec liegt ähnlich wie Rovinj auf einer Halbinsel, die einen knappen Kilometer ins Meer ragt. Sie ist neben Rovinj und Pula eine der größten Städte der Westküste Istriens. Das wohl bedeutendste Bauwerk der Stadt ist das Bischofsgebäude mit der Euphrasius-Basilika, das von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Wohnen im Winter nur ca. 10.000 Einwohner in der Stadt, steigt die Zahl im Sommer auf über 70.000. Klar, dass der Tourismus in Porec ein Hauptwirtschaftszweig darstellt.

Ohne Gepäck radelten wir am späten Nachmittag in die Altstadt um ein wenig durch die Gassen zu streifen. Touristen waren auch hier noch viele unterwegs, alles wirkte aber etwas beschaulicher und kleiner als in Rovinj.