Im Parco di Miramare und unsere Fahrt nach Grado

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
08.09.2011 55 302 150 2140 Hotel Euro Meuble

 

Das nächste Tagesetappenziel hieß Grado. Bis dorthin waren ca. 55 km auf überwiegend flachem Terrain zu radeln, Grund genug, uns morgens Zeit zu lassen. Nach dem Frühstück wollten wir nur noch aus dem Moloch Triest heraus, um auf ruhigeren Straßen nach Westen zu radeln. Unseren ersten Zwischenstopp hatten wir am 9 km entfernten Schloss Miramare, das sehr eindrucksvoll ist.

Das Schloss Miramare liegt auf einer Felsklippe direkt am Meer. Erbaut wurde es in den Jahren 1856 bis 1860 für den Erzherzog Maximilian von Österreich, der der Bruder von Kaiser Franz Josephs I. war. Seit 1970 ist das Schloss als staatliches Museum für Besucher geöffnet.

Berühmt sind neben dem Schloss auch die ausgedehnten Grünanlagen, durch die wir unsere Räder schoben. Der Park erstreckt sich über einer Fläche von über 20 Hektar auf einem ursprünglich nicht bewachsenen Felsvorsprung. Dem Wunsch des Erbauers folgend, sollte der Park vor allem ein Ort der Meditation werden. Man findet dort Lorbeersträucher, Zypressen, Myrten, Holunder und darüber hinaus exotische Pflanzen, die der Erzherzog von seinen Reisen als Admiral aus China mitbrachte (z.B. Bambusstauden, Küstenmammutbaum und viele mehr). Uns gefiel es dort sehr.

Von der weiteren Fahrt gibt es relativ wenig zu berichten. Wir folgten der Küstenstraße bis nach Monfalcono und schwenkten nach Westen, um den hässlichen Ort so schnell wie möglich hinter uns zu lassen. Am westlichen Ortsausgang wurde es dann ruhiger.

Auf dem flachen Terrain in Richtung Grado kamen wir zügig voran. Das Gebiet ist durchzogen von Kanälen, so dass wir über mehrere Brücken fuhren. Bei unserer Ankunft in Grado waren wir von dem Ort zunächst nicht besonders begeistert, weil er sich als großes touristisches Zentrum erwies. Das relativierte sich aber am späten Nachmittag mit dem Besuch des historischen Ortskerns. An dem Abend fanden wir noch ein nettes Lokal, vor dem wir den Tag mit unseren Büchern ausklingen ließen.