Pausentag in Sirmione

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
22.06.2012 10 1338 0 8900 Camping

 

Ich war es ja gewohnt, früh aufzustehen. In der Nacht hatte ich wegen der Hitze zunächst nicht schlafen können, es aber irgendwann vor Erschöpfung doch geschafft. Früh am Morgen alleine am Gardasee zu sitzen, war richtig schön. Die Geschäfte waren noch nicht geöffnet, aus dem Grund wohl auch niemand zu sehen. Um 08:00 Uhr kaufte ich mir Brötchen, Salami und Joghurts, schnappte mir mein Essbesteck und Teller und lief wieder zum See. Auf dem Rasen konnte ich wunderschön frühstücken. Erst jetzt regten sich die ersten Camper.Wie man in der Hitze schlafen konnte, war mit etwas schleierhaft, Wohnwagen waren doch meist auch nicht klimatisiert.

Mein früher Ausflug nach Sirmione war recht schön. Bei meiner Ankunft um 10:00 Uhr war es was die Menschenmengen anging gerade noch zu ertragen, beim Verlassen der Stadt unerträglich voll. Mein Rad hatte ich zunächst draußen angekettet, als ich sah, dass andere mit dem Rad hineinfuhren, lief ich zurück und nahm es schiebend mit. Die Diebstahlgefahr war mir einfach zu hoch. Ich lief etwas über eine Stunde durch die mir von Familienurlauben bereits bekannten Gassen, fotografierte ein wenig und trank einen Kaffee. Als es mir zu voll wurde, machte ich mich wieder auf den Rückweg. Nachfolgend mal die Fotos von meinem Ausflug nach Sirmione

Mal ein wenig zur Geschichte:
Die Scaligerburg von Sirmione besitzt ein großes Hafenbecken und eine Ringmauer, mit der sie das Städtchen vom Festland trennt. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert auf den Resten eines alten römischen Castells erbaut und ist sehr sehenswert. Sie diente vorrangig zur Verteidigung und Machtdemonstration der Scaliger. Nur über eine Zugbrücke gelangt man über die tiefen Wassergräben in den Innenbereich der Burg, von der aus man den Zugang zum Ort kontrollierte. Am Portal sieht man das Wappen der Scaliger, eine Leiter und das Wappen der Venezianer, einen geflügelten Löwen. Bei einem Rundgang können sich die Besucher ein Bild von dem ausgeklügelten Verteidigungssystem aus dicken Mauern, Zugbrücken und Treppen machen. Der knapp 50 m hohe Mastino-Turm  war im Mittelalter Waffenkammer und Hauptgebäude der Militäranlage.

Als ich mit meinem Rad fast nicht mehr durch die Menschenmenge kam, reichte es mir. Nur schnell weg hier war mein Gedanke, als mir wieder auf dem Festland zurück Kolonnen von Autos entgegenkamen. Den Nachmittag verbrachte ich auf meiner Matte am See. Noch ein wenig relaxen an dem Pausentag tat so richtig gut. Ein erstes Bad im Gardasee, ein wenig Schlummern waren die wenigen Ereignisse, die den Nachmittag prägten.

Den Abend verbrachte ich im Campingplatzrestaurant. Dort waren mehrere Monitore aufgebaut, um den Gästen die Möglichkeit zu bieten, dass EM Spiel zwischen Deutschland und Griechenland anzusehen. Bei dem absolut gerechtfertigten Ergebnis von 4:2 für Deutschland ging ich zufrieden schlafen.