Enorm heiß war es auf der kurzen Strecke nach Siena

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung

27.06.2012

50 1790 400 12400 Camping

 

An dem Tag stand meine kürzeste Tagesetappe über 40 km auf dem Programm, es bestand also kein Grund zur Eile. Nach den schweißtreibenden Etappen über die Apenninen und durch die ersten toskanischen Hügel fühlten sich meine Beine müde an. Ich war gespannt darauf, wie es an dem Tag in der angekündigten Hitze laufen würde. Ich verabschiedete mich noch von einem älteren österreichischen Ehepaar, dass ich am Abend zuvor im Restaurant kurz kennengelernt hatte und machte mich auf den Weg. Ja, die Toskana ist hügelig, die Landschaft, die ich an dem Morgen durchradelte war sehr schön, aber es war enorm heiß, gut das die Tagesetappe recht kurz war.

In Colle di Val D´Elsa machte ich ein Foto von der Festung und radelte ein wenig durch die Innenstadt. Um 12:00 Uhr erreichte ich nach einer Fahrt auf sehr welligem Profil und insgesamt 500 Höhenmetern Siena. Ich radelte zunächst zum Campingplatz, der am Nordrand der Stadt auf einem Hügel liegt. In den alten Stadtkern von Siena wollte ich erst am späten Nachmittag fahren, um den Mittag herum war es viel zu heiß.

Nach dem Zeltaufbau stand zunächst „sich Erfrischen“ auf dem Programm, ich legte mich eine gute Stunde an den sehr schönen Pool, etwas Relaxen musste auch mal sein. Erinnerungen wurden wach, im Jahr 1996 hatten wir diesen Platz bereits auf unserer Toskana Radtour kennengelernt, den Pool gab es damals aber wohl noch nicht.

Am späten Nachmittag sauste ich die 50 Höhenmeter hinab in die Stadt. Am Piazza del Campo wurde gerade alles für den eine Woche später stattfindenden Palio hergerichtet. Der Lehmboden für das traditionelle Pferderennen war schon aufgetragen. Da ich schon dreimal in Siena gewesen war, fotografierte ich ein wenig und schob mein Rad  gemütlich durch die Innenstadt. Die meisten Sehenswürdigkeiten Sienas hatte ich ja bereits schon mal gesehen.

Meine Beine fühlten sich an dem Tag etwas müde an. Auf dem Rückweg zum Campingplatz reifte der Entschluss, einen weiteren Pausentag einzulegen, er war wohl dringend nötig. 1790 km war ich nun von Dorsten meinem Heimatort fort. Insgesamt hatte ich dafür 18 Tage auf dem Rad verbracht und zusätzlich zwei Pausentage eingelegt. Der nachfolgende Tag sollt der dritte Pausentag werden.