2. Tag:  Die Ruinen des Klosters Monasterboice

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
30.07.2013 98 170 760 1.276 Camping Kilbroney Park

 

Um 08:30 Uhr saß ich auf dem Rad und fuhr nördlich um Newgrange herum. Meinen ersten längeren Stop hatte ich an den Ruinen des Klosters Monasterboice. Dort traf ich auf eine deutsche Reisegruppe, die mit einem Bus vor Ort war, aber kurze Zeit später das Gelände verließ.

Die Klosteranlage wurde im 6. Jahrhundert vom Heiligen Búithe als eine der ältesten in Irland gegründet. Etwa zeitgleich mit der Entdeckung Islands besiedelten die Wikinger auch die Ostküste Irlands und übernahmen die Kontrolle über das Kloster. Im Jahr 968 wurde das Kloster von Domhnall, dem König von Tara angegriffen, wobei 300 Mönche starben. Danach verfiel Monasterboice mehr und mehr, bis es im Jahr 1122 endgültig aufgegeben wurde.

Auf dem Friedhof sind zwei Hochkreuze zu sehen, das reich geschmückte Muiredach Cross mit einer Höhe von 5,39 m und das Westkreuz, dass mit einer Höhe von 6.50 m das höchste der gesamten irischen Insel ist. Die beiden Steinkreuze sind mehr als 1000 Jahre alt, sie dienten lange Zeit als steinerne Bilderbibeln während der Gottesdienste.

Die Stimmung in der man sich befindet, wenn man es schafft, dort alleine in Ruhe durch die Grabreihen zu laufen, ist kaum zu beschreiben, man wird demütig und still. Geräusche gibt es in der in absoluter Einsamkeit gebauten Klosteranlage selbst in der heutigen Zeit kaum.

Der Rücksprung in die Gegenwart kam sehr schnell. Bereits nach einigen Kilometern schwenkte ich mangels einer Alternative auf die R132, die teilweise sehr stark befahren war. Erst kurz vor Dundalk gelang es mir, um den Ortskern herum auf kleineren Straßen nach Newry zu radeln.

Bei meiner Ankunft in Newry hatte ich 8 km zuvor bereits unbemerkt die Grenze nach Nordirland überquert, zu sehen war sie nicht, aber vielleicht hatte ich auch nur nicht richtig aufgepasst. Newry besitzt einen recht hübschen kleinen Ortskern, in dem ich ein paar Fotos machte, danach ging es weiter am Newry Canal entlang in Richtung Warrenpoint ans Meer.

In Warrenpoint stand ich nur noch 4 km von meinem Tagesziel dem Campingplatz im Kilbroney Parc in Restrevor entfernt am Meer, als erste kleinere Tropfen Regen vom Himmel fielen. Bis Restrevor war es noch einigermaßen trocken, bei meiner Ankunft fing es aber in Strömen zu regnen an. Die Zeit überbrückte ich in der Rezeption, indem ich mich ein wenig mit dem Campingplatzbesitzer unterhielt. Eine halbe Stunde später waren die schwarzen Wolken weggezogen und es ging direkt an den Zeltaufbau.

Am späten Nachmittag radelte ich in den Ort und genehmigte mir in einem Pub/ Restaurant ein leckeres Essen und ein erstes irisches Bier. Einen Supermarkt für den Frühstückseinkauf gab es in Restrevor glücklicherweise auch.