Mit der Fähre von Craignure nach Oban

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
24.08.2014 40 996 380 11410 Oban Caravan Park

   

Mit 40 km war das die kürzeste Tagesetappe meiner Tour. Auf der Nordseite der Ilse of Mull wollte ich bis zum Fährort  Craignure radeln, um dann mit der Fähre nach Oban überzusetzen. Zum zweiten Mal auf meiner langen Reise hatte ich an dem frühen Morgen „Midges-Alarm“, wobei das von zu Hause mitgebrachte „Avon skin so soft“ tatsächlich half. Der „Angriff“ der winzigen Beißmücken erfolgte bei mir so schnell, dass ich das mitgenommene engmaschige Netz noch gar nicht ausgepackt hatte, da war es schon zu spät. Der Juckreiz war nicht besonders stark, aber unangenehm und da half das Öl enorm, weil es den Juckreiz unterdrückte. Die kleinen roten Pünktchen auf der Haut verschwanden dann ohnehin relativ schnell. Also alles zügig zusammengepackt und wieder aufs Rad. Das Wetter war an dem Tag an der Nordküste der Isle of Mull traumhaft schön, immer wieder hielt ich an und „zückte“ meine Spiegelreflexkamera.

Die ersten 35 km waren bei dem herrlichen Wetter natürlich schnell geradelt, bei der Ankunft in Craignure erfuhr ich dann, dass die nächste Fähre erst in 1 ½ Stunden fuhr. Das war aber auch egal, ich hatte viel Zeit und auf der anderen Seite in Oban waren es ohnehin nur noch wenige Kilometer bis zum Campingplatz. Also machte ich es mir draußen vor einem Cafe gemütlich und genoss die „Zwangspause“ im Sonnenschein.

Die Fähre, die später anlegte, war wieder eine der großen Fährgesellschaft Caledonian Mc Braine. Der Ort Oban lag auf der anderen Seite des Hafens, dass war wohl der Grund, warum ich direkt zum Campingplatz radelte. Auf der kleinen Straße von Oban zum Campingplatz war es merklich voll, überall standen Autos am Straßenrand. Es war Sonntag und viele Schotten verbrachten den Tag am Meer.

Der Campingplatz in Oban ist sehr schön! Er liegt an einem Hang, mit einem tollen Ausblick aufs Meer und in die umliegenden Berge. Eine Holzhütte als Rezeption mit einem kleinen Shop rundet das ganz ab. Für die nötigsten Einkäufe muss man also nicht mehr zwingend in die Stadt. Standen bei meiner Ankunft noch wohl zehn Zelt auf dem Platz, so war ich am Abend fast alleine. Die meisten waren wohl nur am Wochenende da, um das schöne Wetter am Meer zu genießen.