Ein Schotte macht noch keinen Sommer, ein Deutscher erst recht nicht

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
17.08.2014 70 400 500 4690 Camping Bught-Inverness

 

In Anlehnung an den neuen Filmstart „Ein Schotte macht noch keinen Sommer“ fiel mir die Ergänzung „und ein Deutscher erst recht nicht“ ein. Der Satz passte so richtig zu dem Tag, an dem ich mich von Grantown-on-Spey aus aufs Rad setzte, um nach Inverness am Loch Ness zu radeln. Gab es mal eine Viertelstunde, wo es an dem Tag nicht regnete? Die gab es wohl, anders lässt es sich nicht erklären, warum ich es wohl noch schaffte, ein paar Fotos zu machen. In der Nacht hatte es bereits kräftig geregnet, so war ich schon froh, dass der Regen beim Packen ein wenig nachlies. Auf den ersten wenigen Kilometern war es noch einigermaßen trocken, danach regnete es fast ununterbrochen durch.

Viele Kilometer war ich an dem Tag bereits im Regen unterwegs, als ich in dem winzigen Örtchen Tomatin auf der linken Straßenseite den „Tomatin Country Inn Pub“ sah. Schnell ins Warme dachte ich nur noch, das Rad noch abgeschlossen, die Wertsachen eingepackt und schon war ich im Pub, der wohl gleichzeitig auch Shop und Postoffice war. Eine junge Dame zeigte mir einen Automaten, aus dem es besonders heißen Cafe gab, eine lange Pause war zeitlich kein Problem.

In dem Nebenraum zum Shop war es leider nicht warm genug, um meine Kleidung richtig zu trocken. Draußen sah es nach einer knappen Stunde auch nicht besser aus, aus dem Grund entschied ich mich für eine Weiterfahrt.
Bis zum Campingplatz in Inverness regnete es einfach durch. Bei meiner Ankunft war ich bis auf die Haut vollkommen nass. An der Rezeption wurde ich nett mit den nötigsten Informationen versorgt. Ich kaufte auch gleich die nötigen Chips für Waschmaschine und Trockner, denn ohne die Hilfe dieser Technik würde ich meine Kleidung weder sauber noch trocken bekommen.

Am späten Nachmittag, nachdem ich meine Kleidung wieder sauber und trocken hatte, riss die Wolkendecke zeitweise auf. Ein Wechselspiel zwischen Sonne und Wolken begann, bei dem ich es wagte, in die Innenstadt zu fahren. Einige Male musste ich mich kurz unterstellen, schaffte es aber trotzdem ,trocken bis zum Schloss zu kommen. In der Innenstadt aß ich eine Kleinigkeit, kaufte wie jeden Tag üblich ein paar Sachen für mein Frühstück ein und war in Gedanken schon beim nächsten Tag.