Die letzten Kilometer vor Reykjavik

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
14.07.2010 32 1072 100 9330 Hotel Fron

 

Unser Bus der Linie 57 Akranes - Haholt fuhr ja erst um 09:41 Uhr. Wir hatten genügend Zeit, das Zelt etwas abtrocknen zu lassen und in Ruhe zu packen. Danach radelten wir in den Ort und frühstückten in einem Cafe.

Der Bus kam pünktlich! Die Räder und Taschen verschwanden zügig im Gepäckraum des großen Busses und schon ging es los. Zunächst fuhr er noch ein wenig durch den Ort und sammelte ein paar Frühaufsteher ein, dann ging es zügig über die Str. 51 zum Tunnel. Der Tunnel ist für PKW und LKW gebührenpflichtig, für Busse gibt es eine gesonderte Spur. Die gesamte Fahrt dauerte nicht lange. In Haholt der Endstation in Mosvellsbaer stiegen wir aus und bepackten unsere Räder. Das letzte Stück bis Reykjavik sollte trotz starken Verkehrs per Rad möglich sein.

Gemütlich radeln konnte man die letzten 10 km vor Reykjavik auf der Str. 1 gerade nicht. Der Verkehr war schon ziemlich heftig. Durch eine konzentrierte Fahrweise und Beobachtung des rückwärts anrollenden Verkehrs konnten wir gefährliche Situationen vermeiden, waren aber froh als wir die Str. 1 über die Saebraut verlassen konnten. Die Saebraut zählt in Reykjavik ja auch noch zu den stärker befahrenen Straßen, deshalb schwenkten wir wenige hundert Meter weiter über den Skeidarvogur auf den Langholtsvegur, ab da war Ruhe.

Bereits um 11:15 Uhr radelten wir am Campingplatz vorbei in Richtung Zentrum. Wir wollten uns für die letzte Nacht ein Hotel im Ortszentrum suchen. Ein großes Hotel noch vor dem alten Ortskern war uns auf Nachfrage zu teuer, schließlich fanden wir eine Unterkunft in der Altstadt. Die Räder konnten wir dort für die Nacht im Keller abstellen. Den Nachmittag radelten wir mehrere Kilometer durch die Stadt, kehrten in einem Cafe ein und fuhren anschließend in den Hafen zum Marinemuseum.

Den Besuch des Marinemuseums kann man absolut empfehlen. Insbesondere den Besuch des  im Hafen liegenden ausgemusterten Marineschiffs „Odinn“ fanden wir sehr bemerkenswert. Die Odinn besaß einen Hubschrauberlandeplatz und einen Hangar, in den der Hubschrauber geschoben werden konnte. Unter Deck konnte man das Leben der Besatzung sehr gut nachempfinden. Am Abend bummelten wir noch über den Laugarvegur, an dem auch unser Hotel lag und fanden ein geeignetes Restaurant, in dem wir den Abend ausklingen ließen.