Ankunft in Lissabon und unsere Bootsfahrt über den Rio Tejo

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
16.08.2009 34 34 70 70 Hotel Tryp Montijo Parque Hotel

  

23 Jahre alte Erinnerungen wurden wach, als wir mit unseren voll beladenen Rädern vom Flughafen in die Altstadt von Lissabon hinab rollten. Damals waren wir, zwei Jahre verheiratet, mit unserem Toyota Corolla um die iberische Halbinsel gefahren. Die Altstadt von Lissabon gehörte selbstverständlich zum „Pflichtprogramm“.

Unsere Räder und Gepäck hatten den Flug zuvor unbeschadet überstanden. Die leeren Kartons ließen wir am Flughafen einfach stehen und montierten in Ruhe unsere Räder.  Danach ging es überwiegend bergab bis in die Altstadt von Lissabon.

Erste Kontakte mit der portugiesischen Bevölkerung gab es auf einer der großen Zufahrtsstraßen zwischen Flughafen und Altstadt. Die Straße war für PkW gesperrt und über eine Länge von fast einem Kilometer mit Marktständen zugebaut. Die Händler waren gerade dabei, ihre Stände abzubauen.  Planen hingen herab und wir mußten ständig aufpassen, nicht an einer Spannleine hängen zu bleiben.  Es gab interessierte Blicke auf unsere hoch bepackten Räder und freundliche Grußworte, wir fühlten uns als Gäste willkommen.

Die Temperatur lag in Lissabon an diesem Tag bei 36 Grad im Schatten. Schon vorher beim Verlassen des Flughafengebäudes war uns die Hitze heftig entgegen geschlagen. Auf der asphaltierten, ohne Schattenbereiche geführten Straße, wurde sie fast unerträglich. Froh, nur noch hinab radeln zu müssen, verkrochen wir uns in die schattigen Winkel der Altstadt. Wir waren gerade mal 8 km geradelt und benötigten schon eine Pause.

An diesem Tag gab es kein großes Radfahrprogramm. Wir wollten ein wenig durch die alten Gassen Lissabons bummeln und im Anschluß mit der Fähre über den Rio Tejo nach Montijo übersetzen. Wir versprachen uns von der östlich des Tejo gelegenen weiteren Streckenführung ruhigeres Radeln. Für die erste Nacht war im „Tryp Montijo Parque Hotel“ ein Zimmer reserviert.

Der Fähranleger am Cais do Sodré befindet sich nur etwa 600 m vom Praca do Comércio entfernt. Von dort starten die Fähren zu den auf der anderen Tejoseite gelegenen Städte Cacilhas, Seixal und Montijo. Montijo war aus Planungssicht für uns der optimale Startort für eine Radtour in den portugiesischen Norden. Die Fahrpläne und grundsätzlichen Informationen fanden wir auf der Internetseite der Fährgesellschaft  www.transtejo.pt .

Die wenigen Kilometer bis zum Hotel waren schnell geradelt. Unterwegs fotografierte ich noch eine kleine Kapelle und ein blumengeschmücktes Haus. Montijo ist nicht besonders sehenswert, deshalb verzichten wir hier auf eine Beschreibung des Ortes. Wenig alt Erhaltenes, überwiegend Bauten aus jüngerer Zeit prägen das Stadtbild. Bezüglich unseres Hotels hatten wir genau die richtige Wahl getroffen, das Zimmer entsprach genau unseren Vorstellungen. Den Abend verbrachten wir in dem kleinen Restaurant „Petisqueira“, viel mehr an Auswahl stand in dem kleinen Ort auch nicht zur Verfügung.

Wir freuten uns über den gelungenen Start, dass der nächste Tag absolut nicht nach unseren Vorstellungen verlaufen würde, ahnten wir noch nicht.