Der 3 Pässe-Tag (Pellegrinopass, Pramadacciopass, Lavazepass)

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
14.08.2005 115 435 2300 10250 Camping "Wasserfall"

 

Am gestrigen Abend in Falcade hatten Willem und Felix eine Idee entwickelt, die Georg doch sehr erstaunte. Die zunächst theoretische Möglichkeit 2 Tage der Tour zusammenzulegen,  um doch schon am Samstag vor Schulbeginn wieder zu Hause einzutreffen,  wurde von Willem und Felix morgens in die Tat umgesetzt. Beide sind so früh auf den Beinen, dass sie bereits um 08 :15 Uhr auf dem Rad sitzen. An den Vortagen absolut nicht möglich. Welche Gewaltleistung sich an diesem Tag daraus entwickeln würde, können die drei nur erahnen. Den Pellegrinopass gehen sie derartig motiviert an, dass sie bereits vor 10 :00 Uhr auf der Passhöhe stehen. Die langgezogene Abfahrt bis Predazzo ist schnell gemeistert, dann bis Treveso zum Abzweig hinauf auf den Pramadiccio- und Lavazepass. Der 18 % Anstieg fordert sie gewaltig, regelmässige Pausen sind ein absolutes Muss.

Auf der Passhöhe tröpfelt es bereits leicht. In der Bar trinken sie einen wärmenden Kakao. Am frühen Nachmittag geht es dann wieder abwärts. Was sie beim Kartenstudium zu Hause aufgrund fehlender Höhenangaben nicht erkennen konnten, ist die Senke vor dem Petersberg. Sie müssen tief hinab ins Tal, um noch einmal mehrere hundert Höhenmeter hinaufzufahren. Strömender Regen setzt ein, als sie den Straßenabzweig zum Petersberg erreichen. Glücklicherweise befindet sich dort ein Cafe, in dem sie sich ca. eine Stunde aufhalten.

Bei nachlassendem Regen steuern sie den Petersberg an. Auf der langen Abfahrt nach Auer Ora dann plötzlich wieder einsetzender strömender Regen. Die Luft ist dermaßen feucht und wolkenverhangen, dass sie kaum mehr als 50 m weit sehen können. Sie fahren mit Sicherheitsabstand, aber immer in Sichtweite hintereinander ins Tal.

In Auer Ora befindet sich der Campingplatz direkt am Ortseingang. Kaum haben sie das Tarp aufgebaut, hört es auf zu regnen. Ein kontinuierlicher Wind hat das Gewitter vollkommen weggeblasen. Die drei lachen sich an, ist es doch bei einer Temperatur von ca. 20 Grad vollkommen egal, dass ihnen das Wasser bis oben in den Schuhen steht. Georg löst das kleine Problem sofort. An der Campingplatz-Reception gelingt es ihm,  mehrere alte Tageszeitungen zu bekommen. Über Nacht in die Schuhe gesteckt, sind die Schuhe am folgenden Morgen fast wieder trocken. Nach dem Duschen freuen sie sich über ihren tollen Stellplatz auf der Liegewiese neben dem Swimmingpool. Abends gleichzeitig eintreffende Motorradfahrern erhielten einen Stellplatz auf einem Platzteil unten am extrem lauten Fluss. Am Abend in der Osteria in Auer Ora freuen sie sich beim Essen über ihre erbrachte Tagesleistung, 110 km und 2300 Höhenmeter hinauf.