Auf zum Co de Turini

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
05.07.2003 68 93 1.971 2.411 Camping Les Champouns

 

Bereits um 06:30 Uhr (05.07.03) werde ich wach. Ich genieße die Morgenfrische und packe meine Sachen zusammen. Kaffee zu kochen ist mir leider noch nicht möglich, weil mir das Campinggas noch fehlt. Im Flugzeug durfte ich natürlich keine Gaskartusche mitnehmen und kaufen konnte ich bisher auch noch keine. Vor L'Escarène durchfahre ich einen Steinbruch (kurzer roter Strich in der Michelinkarte), glücklicherweise sind beide Tore auf, einen anderen Weg gibt es auch nicht.

Was in L'Escarène nicht klappt, gelingt mir in einem kleinen Laden in Luceram. Auf meine Anfrage nach einer kleinen Gaskartusche verschwindet Madam für 2 bis 3 Minuten hinter einem Vorhang und kommt strahlend mit 2 Kartuschen in der Hand in das kleine Lädchen zurück. Schon ist das Problem gelöst. Hinter Luceram fahre ich an einem Autowrack vorbei. Wie mir scheint steht es schon länger dort. Ob das eine neue Form der Autoentsorgung ist? Der Straßenverlauf zum Col de Turini ist zwischen Luceram und Peïra-Cava am schönsten. Eng übereinander liegende Kehren, die schon auf der Karte zu erkennen sind. 

Am Col de Turini wird erst einmal ein Süppchen gekocht. Ein Passschild gibt es hier oben nicht. Über La Bollène-Vésubie geht es steil hinab zur D2565. In Richtung Roquebillière geht es dann wieder hinauf, bis Saint-Martin-Vésubie sind noch über 400 Höhenmeter zu bewältigen, allerdings mit mäßiger Steigung. Der kleine stark terassierte Campingplatz liegt an der Straße nach Venanson.

Mir gefällt es gut, so früh gestartet zu sein. Es bleibt einfach mehr Zeit unterwegs um die Landschaft zu genießen. Um 16:00 Uhr steht das Zelt bereits. Anschließend bummele ich durch die Altstadtgässchen von Saint-Martin-Vésubie. Am frühen Abend sitze ich draußen in einem Restaurant und schreibe einige Zeilen in mein Tagebuch. Die Bilanz des Tages, „lockere“ 1700 Höhenmeter und 68 Kilometer mit 30 kg Gepäck. Wieder am Zelt angekommen, lege ich mich auf meine Matte vor dem Zelt und schlafe auch prompt für eine Stunde ein. Erst als es kühler wird, werde ich wach und krieche ins Zelt.