Eng übereinander liegende Kehren am Splügenpass

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
30.08.2000 90 418 1.885 9.473 Hotel Splügen

 

Am 5. Tag unserer Tour dürfen wir zunächst an zwei wunderschöne Seen entlang fahren, den Lej da Silvaplana und dem Lej da Segl. In den Bergen hängt noch ein wenig Morgendunst, ansonsten ist der Himmel aber strahlend blau. Den Malojapass bekommen wir fast „geschenkt“, nur wenige Meter müssen wir hinauf um im Anschluss die lange Abfahrt nach Chiavenna genießen zu können. Nach den ersten Kilometern sehen wir die hoch im Berg gelegene Staumauer des Lägli da l´Albigna. Den See selber können wir aufgrund unseres tiefen Standortes leider nicht sehen. Unterwegs fotografieren wir eine kleine Burg und einen Steinbruch

Gegen Mittag erreichen wir nach einer langen Fahrt Chiavenna, 333 m über dem Meeresspiegel gelegen, den tiefsten Punkt der Radtour. Von hier aus benötigen wir 5-6 Std hinauf zum 1800 m höher gelegenen Splügenpaß. Die Serpentinen in der Nähe des Ortes Madesimo liegen fast senkrecht an einer Felswand übereinander. Steigungen bis 12 % sind keine Seltenheit. Wie die Straßenbauingenieure das fertig gebracht haben, ist uns ein Rätsel. Nach 20 km Anstieg beginnt es zum erstenmal auf der Radtour zu regnen. Bis zur Paßhöhe sind es noch 10 km. Die tägliche Griesklöschensuppe aus der Tüte wird auch hier unter einem Vordach einer Berghütte zubereitet.

Brot, Käse und Schokolade kräftigen uns genug um die Passhöhe und damit die zunächst letzten Höhenmeter unserer Radtour zu bewältigen. Den großen Lago di Monte Spluga können wir im Dunst fast nicht sehen. Hinter der Passhöhe gibt es in ca. 2000 m Höhe ein Berghaus. Dort kehren wir erst einmal ein und wechseln unsere nasse Kleidung. Eine Pfanne Bratkartoffeln mit Spiegelei bringt uns wieder in Topform. Der Regen lässt leider nicht nach, so dass wir uns nach einer Stunde entscheiden, die tollen Kehren auf der Nordseite im Regen hinabzufahren. Den Campingplatz lassen wir links liegen, bei der Wetterlage ziehen wir das im Ort gelegene Hotel vor.