Durch die Teufelsschlucht zum Sustenpass

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
14.08.1999 72 236 1.892 5.866 Camping Realp

 

Während die neue Straßenführung in der Teufelsschlucht in einem Tunnel verschwindet, besteht die Möglichkeit ein kleines Stück entlang der alten Straßenführung zu fahren. Das erste Stück über Andermatt nach Wassen, mit Ausnahme der Teufelschlucht, radeln wir überwiegend die Straße entlang, über die wir mit dem Pkw angereist sind. Es geht über 500 Höhenmeter hinab bis zum Straßenabzweig des Sustenpasses

In Wassen kaufen wir in einem kleinen Geschäft den notwendigen Proviant ein. Die ersten Kehren hinter dem Ortsausgang sind für Radler nicht ungefährlich. Wir haben Wochenende und uns überholen mehrere Male einige verrückte Motorradfahrer, die die Kurven eng schneiden und uns gefährlich nahe kommen. Das geht so weit, dass ich schon Angst bekomme, wenn ich auch nur das Dröhnen der Motorräder höre. Eine Möglichkeit für uns nötigenfalls nach rechts auszuweichen gibt es aufgrund der gemauerten Wände auch nicht. Wir sind jedenfalls froh als wir den unteren Kehrenbereich verlassen.

Ungefähr 1300 Höhenmeter müssen wir bis zum Sustenpass hinauf. Mal abgesehen vom ersten Stück, besteht die Passtrasse im mittleren Bereich kaum aus Kehren. Langgezogen geht es hinauf, bis wir in ungefähr 2000 Metern Höhe von Weitem eine Restauration sehen. Da es unterwegs keine andere Möglichkeit gibt, wird hier wohl jeder Radfahrer anhalten und eine Pause einlegen. Auf der Passhöhe ist es etwas kühl, so dass wir uns sofort umziehen und die Jacken überstreifen. Danach klettern wir hinter der Sustenkulm einen Hang hinauf um den Pass von oben fotografieren zu können und einen Blick auf den Gletscher zu bekommen.

Wir halten uns ungefähr eine Stunde auf der Passhöhe auf. Danach fahren wir dieselbe Strecke zurück nach Andermatt. In Andermatt scheint doch tatsächlich etwas die Sonne, so dass wir draußen vor einem Restaurant eine Kleinigkeit essen und uns das erste Bier genehmigen. Den letzten Abend verbringen wir wieder in dem Restaurant in Realp.

Nachbetrachtung:
Die Tour hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Das Wetter hätte etwas besser sein können. Insbesondere in der letzten Nacht habe ich etwas gefroren, weil die Temperaturen doch stark gefallen waren. Aber so ist es halt manchmal in den Bergen. Mich persönlich hat die alte Straßenführung des Gotthard am meisten beeindruckt. Die kleinen übereinanderliegenden Kehren sind schon toll anzusehen. Wenn man bedenkt, wie alt die Straßenführung schon ist, dann bekommt man einen gehörigen Respekt vor den alten Straßenbaumeistern. Vom Furkapass haben wir aufgrund der Wetterlage zu wenig sehen können. Schlecht in Erinnerung geblieben ist mir das Erlebnis mit den Motorradfahrern. Ich werde wohl nie verstehen, warum man die Pässe in einem wahnsinnigen Tempo hinaufjagen muss.

Wir drei waren uns nach der Tour einig, eine weitere Tour zu planen.