Von Fiesole über Vallombrosa nach Figline

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
12.10.1996 63 63 1.200 1.200 Camping Norcenni Girasole Club

 

Die Autofahrt war lang genug. Alle wünschen sich endlich auf dem Rad zu sitzen. Aus diesem Grund halten wir uns auch nicht lange am Campingplatz auf.  Nachdem wir einen Stellplatz für unseren Mietwagen zugewiesen bekommen haben, konnten wir endlich starten. Nicht nach Fiesole zurück führt unsere Route sondern auf einer kleinen Nebenstraße östlich um Florenz herum in Richtung Montibeni. Noch etwas abgespannt von der Autofahrt, sind wir froh uns bewegen zu können. Durch leicht hügeliges Geländes erreichen wir Montebeni. Von da ab geht es ca. 150 Höhenmeter hinab nach Compiobbi bis zur Straße  67. Der Verkehr hält sich  bis Pontassieve  in Grenzen, die 67 führt uns immer am Arnoufer entlang bis wir den Straßenabzweig in Richtung Tosi sowie Vallombrosa erreichen.

Danach ist es vorbei mit dem flachen Teilstück. Der heutige höchste Punkt liegt auf einer Höhe von 958 m in Vallombrosa, der Arno bei Florenz auf ca. 70m, d.h. dass wir noch knapp 900 m hinaufradeln müssen. Mal abgesehen von kleineren Pausen kommen wir aber zügig voran. Kleinere Orte wie Pelago und Tosi durchradeln wir ohne uns lange aufzuhalten, dazwischen führt die Straße fast durchgängig durch dichten Nadelwald. Als wir Vallombrosa erreichen, haben wir durch das häufige auf und ab 1200 Höhenmeter in den Beinen. Wir sind froh, dass es am ersten Tag verbunden mit der Nachtfahrt nicht mehr sind. Vallombrosa ist in der Region bekannt durch seine Vallombrosanerabtei. Die Abtei besitzt ihren Ursprung im beginnenden 11. Jahrhundert, wobei die heutige Klosteranlage aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt. Wir steuern im Ort zunächst ein Cafe an, um in Ruhe einen Cappuchino  zu trinken.

Danach zieht es uns mächtig hinab in Richtung Figline. In der Nähe des Ortes haben wir den Campingplatz Norcenni Girasole Club als Ziel eingeplant. Die einzige Pause legen wir noch in Regello ein, wo wir ein Foto von einem in der Region ungewöhnlichen Gebäude machen. Um was es sich handelt, können wir leider nicht feststellen.

In rasendem Tempo überqueren wir die Autobahn und den Fluss Arno um Figline zu erreichen. Mitten im Ort findet sich auch schnell der Straßenabzweig in Richtung Greve. Kurz hinter dem Ort soll der von uns eingeplante Campingplatz liegen. Wo wir nicht mehr mit gerechnet haben, ist die Tatsache, noch einmal über 100 m hinauffahren zu müssen. Aber was soll es, das werden wir auch noch schaffen. Nach 2 bis 3 km stehen wir dann am Campingplatz. Er ist sehr komfortabel eingerichtet und besitzt ein Schwimmbad.

Mit der Ankunft in Figline und der Überschreitung des Flusses Arno haben wir das Gebiet des Pratomagnogebirges (Ausläufer des Appennin) verlassen und uns direkt in das Chiantigebiet begeben. Das Gebiet liegt zwischen Florenz und Siena und ist eines der bekanntesten italienischen Weinanbaugebiete.