Brücken über den Kanal bieten eine hervorragende Unterstellmöglichkeit bei Regen      

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 19.06.2015  90 + 2  215  150  530  Camping Emspark Haren

 

Die Wettervoraussichten für den Tag versprachen einige Regenschauer und genau so kam es auch. Und dennoch schaffte ich es an dem Tag die Regenjacke nicht einmal anzuziehen. Dank einer Regenapp vom Deutschen Wetterdienst konnte ich die Wolkenfronten zeitlich verfolgen und mich jedesmal unter einer Straßenbrücke in Sicherheit bringen. Mich wunderte, dass selbst eine professionell organsierte Radgruppe, die mit einem Reisveranstalter unterwegs war, ständig durch die Regenschauer fuhr. Selber vollkommen nass schauten die Radler mich immer etwas verständnislos an, als sich mich zum zweiten Mal immer noch ohne Regenjacke an trafen.

Mangels Frühstück am Campingplatz, radelte ich um kurz nach 08:00 Uhr zunächst in den kleinen Ort Riesenbeck, in dem es ein Cafe gab. Von den beiden netten Burschen aus Münster und Darfeld hatte ich mich bereits verabschiedet, die wollten weiter nach Tecklenburg.

Kurz vor Lingen traf ich auf das Kernkkraftwerk Lingen, dessen Kühlturm schon voher auf meiner Anfahrt weit sichtbar war. In solchen Momenten wurde ich immer etwas nachdenklich. Da radelte ich hier über die Bauernhöfe, hatte eigentlich Idylle pur und dann dieser Riesenkomplex, von denen viele behaupteten, dass von denen kaum Gefahr ausging. Tschnerobyl und Fukushima waren wohl schon wieder in Vergessenheit geraten. Eine absolute Sicherheit gab es tatsächlich wohl nicht, wie die junge Geschichte bereits bewies.

Wenige Kilometer vor Meppen traf ich auf die oben bereits erwähnte Radlergruppe, die sich zu mir unter eine Brücke stellten. Die Unterkünfte waren alle vorgebucht, wie mir ihr Führer erzählte, ein sehr professionellen Eindruck machte er leider nicht.

Etwas später unterhielt ich mich wieder unter einer Brücke stehend mit einem Arbeiter des Wasser- und Schiffahrtsamtes. Er war stolz darauf, dass der Radweg am Kanal im Bereich Meppen so hervorragend in Schuß war. Er hatte Recht, viele Kilometer war ich auf Asphalt unterwegs. Das meine Radtaschen an dem Tag so dreckig wurden, hat mit den Abschnitten zu tun, wo es eben maal kein Asphalt gab. Der Weg war teilweise so aufgeweicht und matschig, dass ich aufpaasen musste mit dem Rad nicht wegzurutschen.

Die letzten Kilometer von Meppen nach Haren/Ems wurde das Wetter langsam besser. Obwohl es Freitag Nachmittag war, traf ich auf der Strecke niemanden an. Erst kurz vor Haren überholte ich einen Jogger, der dort alleine Sport trieb.

Um ca. 15:00 Uhr stand ich an der Rezeption des "Campingplatzes Emspark Haren", der qualitativ zu den Besseren gezählt werden kann. Die Sanitäranlagen waren top und mein Stellplatz befand sich nicht auf irgendeiner Wiesee, sondern auf einer normalen Parzelle, wie für jeden Wohnwagen auch.