Mit der Fähre über den Limfjord, auch Naturreservate gibt es hier

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 07.07.2015  73 +5  1.760  200  3.536  Hadsund Camping

 

Inwischen hatte sich auf der Tour ein Rythmus eingespielt, der fast jeden Tag gleich ablief. Zu einem Zeitpunkt, an dem noch alle schliefen kochte ich meinen Cafe und genoß die Ruhe, so auch an diesem Tag. Es war einfach schön, sich den leichten Morgenwind um die Nase blasen zu lassen und am Cafe zu schlürfen.

Relativ nahe am Meer entlang radelte ich an dem Morgen zunächst in das kleine Hafenstädchen Hou zum Hafen. Ein paar ältere Herren schauten bei meinem Eintreffen ein wenig skeptisch auf mein Gespann, unterhielten sich wohl sichtlich auch kurz über mich, aber das war ich schon gewohnt, so einen Hänger hinter dem Rad sah man auch nicht jeden Tag. In Hou radelte ich noch bis zum Ende des Hafens, ohne zu wissen was es dort zu sehen gab. Tja, zu sehen gab es einen wunderschönen kleinen Strand, der auch auf einen der u.a. Fotos zu sehen ist.

Nach 26 km stand ich Hals am Fähranleger um über den Limfjord nach Egense zu gelangen. Dort traf ich den Holländer aus Emmen (nahe Groningen) wieder, den ich bereit am Skagerrak kennengelernt hatte. Er wollte wieder in Richtung Heimat und hatte dafür zumindest auf dem ersten Abschnitt den Ostseeküstenradweg gewählt.

Das nächste Highlight des Tages war ein kleines Museum mit einem Steg ins Meer in Dokkedal. Zuerst schaute ich in den kleinen Auststellungsraum des Museums und staunte nicht schlecht, als mir Seeschwalbern entgegengeflogen kamen. Da der vordere Bereich offen war hatten sie sich dort eingenistet, ich war nur ein Störenfried.

Auf den langen ins Meer hineinragenden Steg fuhr ich mit dem Rad, aus dem Grund sieht das auif meiner GPS Karte so aus, wie wenn ich mit meinem Rad im Wasser stehe, dass stand ich natürlich nicht. Auch hier waren mit Ausnahme von zwei Joggern niemand unterwegs.

Der Ostseeküstenradweg macht hinter dem Ort Dokkedal einen Schwenk von der Küste weg. Man umfährt einem Naturreserevat (Vildmosecentret) in weitem Bogen, wobei es allerdings einen sehr schönen Aussichtspunkt gibt, von wo aus man die einzigartige Vogelwelt beobachten kann. Dieser Aussichtpunkt ist auch auf den u.a. Fotos zu sehen.

Danach wurde die Wegstrecke teilweise sehr schlecht. Verbunden mit der Tatsache, dass es zum erstenmal auf dieser Tour etwas hügelig wurde, kam ich noch gehörig ins Schwitzen. Ab dem kleinen Ort Baelum hatte ich dann richig Spaß. Von dort aus ging es bis in meinen Zielort auf einer alten asphaltierten Eisenbahntrasse entlang. Die alte Bahnlinienführung wurde innerhalb den kleinen Orten Solbjerg, Veddum und Skelund zwar kurz uinterbrochen, ging hinter den Ortausgängen aber weiter. Bei mässiger Steigung oder Gefälle kam ich so zügig voran.

Der Ort Hadsund liegt am Mariager Fjord. Am Nachmittag radelte ich noch in die Innenstadt, dort gab es aber mit Ausnahme von ein paar Geschäften nicht viel zu sehen. Ein Blick auf die über den Fjord führende Brücke, über die ich einen Tag später den Ort verlassen würde reichte mir. Nach dem Einkauf in einem Supermarkt ging es zum Campingplatz zurück.

Vom Campingplatz ist mir in Erinenrung geblieben, dass er klein ist, dafür aber der bisher günstigste auf meiner Tour ist. Vorne an der Rezeption gab es einen Tisch und eine Steckdose, dort hatte ich Platz um diese Zeilen zu formulieren. Mit der Eigentümerin des Platzes hatte ich noch eine nette Unterhaltung über meine Touren und über einige andere Radler, die hier auf ihrer Fahrt zum Nordkapp durchgekommen sind.