Knackige Anstiege machten den Tag nicht leicht 

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 11.07.2015  96 + 10  2.117  803  6.048  Morkholt Camping

 

Etwas unruhig war es in der Nacht. Am Abend zuvor hatte sich nicht nur ein weiterer Radler (Alex) eingefunden, darüber hinaus drei junge Burschen, die am späten Abend noch auf Party gingen. Irgendwann zwischen 04:00 Uhr und 05:00 Uhr morgens kamen sie wieder und unterhielten sich noch eine ganze Zeit im oder vor dem Zelt. Für mich war damit die Nacht vorbei. Bereits um kurz nach 06:00 Uhr kochte ich meinen Cafe und packte während das Wasser heiss wurde das Zelt zusammen. Mit Alex, der aus der Gegend um Niebüll kam, hatte ich den Abend zuvor ein wenig gequatscht, er war seit langer Zeit mal wieder mit dem Rad auf Tour, lies sich aber einfach treiben, d.h. er hatte keine vorher fest geplante Tour.

Der Wind vom Tag zuvor hatte deutlich nachgelassen, der Blick nach oben zeigte einen fast wolkenfreien Himmel, so konnte der Tag beginnnen. Die kleine Stadt Horsens hatte ich ziemlich schnell hinter mich gelassen, es ging weiter Nach Südosten, relativ nach am Kattegat entlang. Auffalllen war sofort, dass der Ostseküstenradweg immer mal wieder zum Meer schwenkte, mit den Folgen, dass es gnadenlos auf und ab ging. Am schlimmsten wurde es kurz vor Vejle, wo ich durch einen tollen Wald radelte und plötzlich vor einer Steigung stand, die auf dem Gerölluntergrund selbst schiebend kaum zu bewältigen war. Dort hatte ich das Glück, dass zwei MTB-Radler vorbeikamen, die mir halfen mein Gespann die letzte 5 m hoch zu bugsieren.

Über einige Kilometer konnte ich vor Vejle auf die andere Seite der Bucht blicken, in ungefähr einer Stunde würde ich ja auf der anderen Seite langfahren. Hinter Vejle ging es mal ein paar Kilomter am Kategatt entlang, danach verlies die Straße die Küste und es ging natürlich wieder steil den Berg hoch. Ein älterer Mountainbiker überholte mich in dem Bereich mit seinem MTB und gab auf dänisch einen Kommentar ab, den ich nicht verstand. drei Kilometer weiter wunderte er sich nur noch, dass er mich immer noch sah. 

Auch wenn die Küste in dem Bereich recht schön ist, sie zu sehen kostet mit dem Rad Kraft. Von den Alpen her kannte ich es ja, in Ruhe einen Alpenpass hinaufzufahren. Die Gesamthöhenmeter in einer Höhe von gut 800 waren nicht das Problem, es waren die kurzen knackigen Anstiege von ca. 16-18 %.

Der Campingplatz in Morkholt ist recht luxuriös, allein die Küche zu betrachten hatte schon was. Einzeln Küchenquader bestehend aus Spüle und Herd mit 4 Platten, über jedem Quader eine Dunstabzuhaube und von den Quadern gleich mehrere in einem Raum war schon toll. Die Gäste kochten nicht direkt vor ihrem Zelt sondern machten das in diesem großen Raum.