Von Aero über Fünen und Langeland nach Maribo auf Lolland

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 14.07.2015  84 + 3  2.375  280  7.477  Maribo So Camping

 

An dem Tag saß ich bereits sehr früh auf dem Rad, um nur ca. 1 km zu radeln, dass war die kurze Strecke vom Campingplatz zur Fähranlegestelle. Die Fähre von Areoskobing nach Svendborg auf Fünen fuhr um 08:15 Uhr. Ich war aus Sicherheitsgründen mal wieder eine halbe Stunde zu früh da, aus dem Grund lief ich durch den Hafen und machte ein paar Fotos. Pünktlich ging es los, die Überfahrt mit Sicht auf die verschiedenen Inseln war sehr schön. Auch die Fahrt unter der Brücke hindurch, über die ich 20 Minuten später nach Langeland radeln würde hatte was. Beim Einlaufen im Hafen von Svendboerg sah ich, wie schön der Ort war. Traumhaftes Wetter hatte ich, die Sonne schien, gleichzeitig war es nicht zu heiss, also zum radeln ideal.

Bei der Fahrt über die Brücke sah ich einen Radler mit Gepäck, den ich vorher kurz einmal im Hafen gesehen hatte, nicht aber auf dem Schiff. Der Radler hieß Harry und kam aus Manchester. Unser erstes Gespräch war der Auftakt zu einer gemeinsamen Fahrt bis kurz vor meinem Zielort Maribo. Ja, wir hatten viele Gesprächsthemen an dem Tag, Harry war auf dem Weg nach Stockholm, wir trennten uns einige Kilometer vor Maribo.

Mit Harry sauste ich über Langeland in der Hoffnung die nächste Fähre von Spodsberb hinüber nach Lolland bereits um 10:15 zu erreichen, bei 28 km Strecke war die Zeit von 1 Std und 15 Minuten aber einfach zu knapp. Zehn Minuten zu spät standen wir am Fähranleger und hatten 50 Minuten Zeit, bis die nächste Fähre kam.

Nach der Überfahrt nach Lolland entfernten wir uns sehr schnell von der Hauptstraße und fuhren kilometerlang durch die Wiesen und einige Dörfer. Nach dem Harry sich verabschiedete hatte und in Richtung Norden verschwand, kürzte ich die geplante Strecke etwas, mir wurde die etwas eintönige Fahrt durch die Getreidefelder zu lang.

Bei der Ankunft am Campingplatz in Maribo war ich sehr überrascht, wie schön er am Sönderso See liegt, ich hatte so einen schönen Stellplatz, wie man ihn sich kaum vorstellen kann. Ich baute mein Zelt nah am See auf, hatte Tisch und Bank und in unmittelbarer Nähe einen kleinen Strand. So konnte ich mich von Dänemark verabschieden, einen Tag später würde es mit der Fähre nach Fehmarn gehen, womit ich wieder in Deutschland war.

2.375 km hatte ich nun auf dem Tacho und damit täglich im Schnitt 88 km hingelegt, ich denke, dass das eine sportliche Leistung war, die sich sehen lassen konnte, mal ganz abgesehen von den zwischenmenschlichen Begegnungen und den tollen Landschaften, die ich durchfahren hatte.

Nur noch 147 km trennten mich nach der langen Tour vom Treffen mit meiner Frau Claudia.