Der Höhepunkt der Tour, Stilfser Joch von Bormio aus

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
18.08.2005 110 730 1750 16100 Camping in Meran

 

Der Campingplatz in Valdisotto bei Bormio liegt in etwa auf der selben Höhe wie der vom Vortag. Es ist aber erheblich wärmer in dem Tal. Der Tourhöhepunkt steht auf dem Programm. Die Befahrung des Stilfser Jochs (2758 m) von Bormio aus. Für Georg Föcker ist es das dritte Mal, dass er diesen Riesen bezwingt. Von Prad aus über die spektakulären 48 Kehren hat er diesen Pass bereits 1997 befahren, im Jahre 2000 bereits von St. Maria im Münstertal aus. Rund 1600 m müssen die drei mit ihrem Gepäck hinauf. Zweifel, oben nicht anzukommen, haben sie nach den Erfahrungen der letzten Tage nicht. Hochmotiviert strampeln sie sich den vorletzten Pass ihrer 800 km-Tour hinauf.

Die Kehren vor dem Abzweig zum Umbrailpass geschafft, bekommen sie in einer langezogenen Talschneise bereits den ersten Blick auf das Stilfser Joch und dem links davon auf einer Bergkuppe stehenden Rifugium Garibaldi. Dort hat Georg Föcker bereits im Jahre 2000 übernachtet, bevor er die Kehren nach Bormio hinuntergefahren ist. Den Umbrailpass (2501 m) bekommen die drei quasi geschenkt. Er liegt an einem kleinen Straßenabweig nur 15 höher als die alte Grenzstation zur Schweiz.

Die letzten 250 Höhenmeter immer wieder der Rückblick auf die umliegenden Berge und den Umbrailpass. Auf der Passhöhe wird selbstverständlich viel fotografiert. Willem und Felix bekommen zum ersten Mal einen Blick auf die tollen Kehren bis zum Hotel Franzenshöhe (2000 m). Über 700 Höhenmeter türmen sich hier die Kehren übereinander. Im Restaurant Tibet stärken sie sich, eine lange Abfahrt und Strecke bis Meran über 75 km liegt noch vor ihnen. Die 48 spektakulären Kehren fahren sie langsam hinunter, sie genießen den Ausblick auf den in der Sonne glitzernden Ortler.

Den Campingplatz in der Mitte von Meran kennt Georg Föcker schon. Die Koordinate hat er im GPS-Gerät gespeichert. Den späten Nachmittag verbringen die drei Radler am Pool, Abends bummeln sie durch die Gassen von Meran.