Vorbemerkung

 Zeitraum

 Σ Distanz

 Σ Höhenmeter

Track

Presse

 27.05.2011 - 11.06.2011

 1.104 km

 11.700 Hm

 

Die Via de la Plata, auch Ruta de la Plata genannt, ist ein aus der Römerzeit stammender Weg (Silberweg), der die andalusische Hauptstadt Sevilla mit der nordspanischen Stadt Astorga verbindet. Fast schnurgerade von Süd nach Nord verlaufend, führt die Via dabei durch die Regionen Andalusien, Extremadura und Kastilien/Leon. Heute handelt es sich dabei um einen relativ wenig frequentierten Jakobsweg, der in Astorga auf den Camino Frances trifft. Noch bevor die Via den Camino Frances erreicht, besteht in Granja de Moreruela die Möglichkeit, auf den Camino Sanabrés abzuzweigen, eine Alternative, die ich wählte, um auf ruhigen Wegen im Bogen um die Nordgrenze Portugals herum durch Galizien nach Santiago de Compostela zu gelangen.

Der alte Weg, über den seit dem Mittelalter Menschen nach Santiago de Compostela ziehen, lässt Spuren zurück. Er bezaubert durch eine auf langen Strecken unberührte abwechslungsreiche Natur genauso wie durch seine alten Städte Sevilla, Merida, Caceres, Zamora und Salamanca, in denen man teilweise glaubt, sich in einem anderen Jahrhundert zu befinden. Die Via de la Plata ist ein Abenteuer, auf das man sich einlassen muss. Viele Kilometer verbrachte ich in einsamer Natur, traf jedoch immer wieder auf herzliche Menschen, mit denen mich eines verband, wir hatten dasselbe Ziel.

Auf der Via de la Plata gibt es bei weitem nicht die Infrastruktur wie auf dem Camino Frances, von der einige Pilger lobend berichteten. Durchzogen von einem dichten Herbergsnetz, war ich jedoch mehrere Male positiv überrascht, was für eine gute Qualität manche Herberge bot.

Der originale Pilgerweg umfasst eine Länge von ca. 1000 km. Das auf meiner Tour insgesamt 1104 km zusammenkamen, hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass ich auf manchen Abschnitten dem Originalpilgerweg nicht folgen konnte bzw. wollte oder einfach abends noch kleinere Erkundungs- oder Einkaufstouren unternahm. 

 

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