Vorbemerkung

 Zeitraum

 Σ Distanz

 Σ Höhenmeter

Track

 Presse

 27.08.2016 - 02.10.2016

 2.858 km

 23.175 Hm

 
 - 32 Radtage
 - 2 Pausentage unterwegs ( In Le Puy en Velay und St.-Jean-Pied-du-Port )
 - 2 Tage Aufenthalt nach der Tour in Santiago de Compostela
 - Durchschnittlich 90 km pro Radtag
 - Durchschnittlich 725 Höhenmeter pro Radtag

 Mein Motto unterwegs:
 - Alles Gute unserem Enkelkind Jakob "Riding for my first grandson Jakob, born on August 21 th 2016
 - Frei ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht und nichts vermisst.

 

Von zu Hause aus nach Santiago de Compostela radeln, ja das hatte was. Die Idee diese Strecke einmal unter die Räder zu nehmen, war nicht neu. Im Jahr 2011 hatte ich auf der Via de la Plata bereits einen Pilger kennengelernt, der zu Fuß von Deutschland aus nach Santiago gelaufen war. Da war die Via de la Plata mit ihren ca. 1.100 km Gesamtstrecke eher die kleinere Herausforderung für ihn. Von Deutschland aus war er allerdings knapp 5 Monate unterwegs gewesen, das kam für mich absolut nicht in Frage, insofern war mein Rad wieder ein sehr guter Kompromiss.

Im Winter 2015/16 recherchierte ich die verschiedenen Wege durch Frankreich, die in St.-Jean-Pied-de-Port kurz vor dem Pyrenäenübergang zusammentreffen. Meine Wahl fiel auf die Via Podiensis, auf die ich in Le Puy-en-Velay (südwestlich von Lyon) treffen würde. Ab St.-Jean-Pied-de-Port ging es für die meisten Pilger auf dem Camino Frances gemeinsam weiter, sofern sie sich nicht schon früher für den Camino del Norte entschieden hatten, um in Küstennähe nach Santiago zu reisen.

Die Statistiken des offiziellen Pilgerbüros in Santiago de Compostela brachten Erschreckendes. Der von mir ausgewählte Reisemonat September wies für das Vorjahr 37.000 ankommende Pilger in einem Monat aus. Zunächst kamen bei mir große Bedenken auf. Die Pilgerzahlen hatten sich in der Vergangenheit alle 7 Jahre verdoppelt! Wo schliefen die mehr als 1000 Pilger pro Tag? Bei weiteren Recherchen fand ich heraus, dass die Infrastruktur in den letzten Jahren immens ausgebaut worden war. In meinem GPS-Kartenmaterial fand ich auf den knapp 800 Kilometern mehr als 400 offizielle Herbergen. In der Zahl waren günstige Hostals noch nicht einmal enthalten, diese kamen in großer Zahl als Übernachtungsmöglichkeiten noch hinzu. Statistisch betrachtet konnte ich mich also alle 2 km schlafen legen und Campingplätze gab es zum Teil auch. 

Die Entscheidung war gefallen, es konnte an die Detailplanung der Strecke gehen. Um zunächst Höhenmeter zu vermeiden, fiel meine Wahl darauf, zunächst dem Rhein und dann der Mosel zu folgen, so käme ich westlich an den Vogesen vorbei. Danach ging es über hügeliges Terrain weiter über Taizé nach Süden. Ab Le Puy-en-Velay sah meine Planung vor, der offiziellen Via Podiensis zu folgen, welche quasi als Verlängerung der Via Gebennensis von Genf nach Santiago führt.

Und dann war da noch die Frage nach dem Termin! Im Hochsommer war es mir im Süden zu heiß, etwas später zu starten war deshalb ohnehin vorgesehen, es gab aber einen noch viel wichtigeren Grund: Am 21.08.2016 wurde unser Enkelkind Jakob geboren, die Freude darüber war riesengroß. Kind und Mutter Rike waren wohlauf, ich konnte daher wenige Tage später ganz in Ruhe starten. Gibt es etwas schöneres als für sein erstes Enkelkind mit dem Namen Jakob nach Santiago zu radeln?

In der nachstehend zu sehenden Karte ist die Strecke zu sehen, wie ich sie tatsächlich geradelt bin. Das gleiche gilt für die in den Tagesberichten erscheinenden Tagesstrecken. Die Tagesberichte wurden bis Anfang Dezember ebenfalls fertiggestellt.

  

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